5 teuflische Methoden, mit denen das Scheitern vorprogrammiert ist

Sicheres Scheitern gefällig? Mit diesen 5 teuflischen Methoden funktioniert es

Mein Jahr 2015 war hart. Das Wort Scheitern war mein ständiger Begleiter. Ich habe meinen Job, dadurch viele soziale Kontakte und am Ende noch meine Wohnung verloren. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich trotz allem nie unterkriegen lasse. Und so habe ich begonnen, mich einfach neu zu erfinden. Seit mittlerweile 4 Monaten arbeite ich jeden Tag an meiner „Wiederauferstehung“ – diesmal als Online-Unternehmerin. Viel Neues habe ich in dieser Zeit gelernt, eine Marke und Positionierung entwickelt, mir eine neue Webseite gebaut, an meinen Angeboten und Produkten gefeilt, einen Blog, einen Podcast und einen youtube-Kanal gestartet, eine Facebook-Seite und ein Instagram-Konto erstellt. Das ist „Handwerkszeug“, das man sich aneignen kann. Die wahren Kämpfe spielen sich jedoch im Inneren ab.

„Well, who are you? (Who are you? Who, who, who, who?)
I really wanna know (Who are you? Who, who, who, who?)
Tell me, who are you? (Who are you? Who, who, who, who?)
‚Cause I really wanna know (Who are you? Who, who, who, who?)“

 

The Who „Who are you“

1. Methode: Wer bin ich eigentlich?

Eine Frage mit der man sich das ganze Leben lang herumquälen kann. Nie wird man zu einem endgültigen, befriedigenden Ergebnis kommen. Ewig läuft man im Kreis. Sicher, es ist gut und notwenig sich mit sich selbst zu beschäftigen. Zum Finden der Positionierung, des eigenen Platzes in der Geschäftswelt ist es sogar essenziell. Dennoch sollte es nicht übertrieben werden. Wir Menschen sind ein lebender Organismus, etwas, das sich stetig entwickelt und verändert. Mir hat folgender Gedanke geholfen:

Besser: Wer bin ich im Moment?

Dieses „Sich nicht für immer und ewig festlegen müssen“ bedeutet eine enorme Entlastung und spielt die Gedanken wieder frei für neue Wege, die jederzeit eingeschlagen werden können.

2. Methode:  Alles ganz alleine machen

Die Gedanken drehen sich im Kreis, es gibt kein Ent- oder Weiterkommen. Das ist der richtige Moment, um unsere Mitmenschen nach ihrer Meinung zu fragen. Feedback von außen ist enorm wichtig und hat mir so gut wie immer weitergeholfen. Oft sehen andere in uns viel mehr, als wir selbst uns zuschreiben oder zutrauen würden. Bei Unsicherheiten bezüglich des Bedarfs meiner zukünftigen KundInnen, habe ich mich auch dazu entschlossen, sie einfach zu fragen. Die Umfrageergebnisse waren sehr wertvoll für meine weiteren Schritte. Dasselbe gilt für Kooperationen und Austausch mit Gleichgesinnten in Gruppen.

Besser: Fragen, Austausch, Kooperation

Gemeinsam geht es besser. Es ist erstaunlich, wie viel Energie dadurch frei wird und im besten Fall entsteht daraus eine win-win-Situation für alle Beteiligten.

3. Methode: Ständig an sich zweifeln

Eine der am weitesten verbreiteten Methoden um sich selbst fertig zu machen und zu sabotieren. Egal wo es seinen Ursprung hat, ob in der Kindheit, in schlechten Erfahrungen oder in einem wenig unterstützenden Umfeld. Weg mit den Selbstzweifeln. Meditiere, höre Dir Audio-Affirmationen an, lobe Dich selbst vor dem Spiegel oder lass Dir von wohlgesonnenen Mitmenschen immer wieder bestätigen, wie großartig Du bist. Dann kannst Du alles schaffen, was Du Dir vornimmst. Lass Dich nicht verunsichern! Der Satz „Das geht doch nicht“ ist mittlerweile eine der stärksten Antriebsfedern für mein Weiterkommen.

Besser: von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt sein

Wenn andere Deine Aktivitäten kleinmachen oder schlecht reden wollen: höre nicht darauf. Unkenrufe wird es immer geben, hinter diesen steckt oft Neid oder – noch häufiger – Angst.

4. Methode: Ungeduldig sein

Meine Geschäftsentwicklung müsste doch viel schneller voranschreiten? Im Internet lese ich immer, dass andere in 6 Monaten sechsstellige Umsätze erreicht oder Hunderte Kunden gewonnen haben. Warum ist das bei mir nicht so? Ich habe doch schon so viel investiert. Tag und Nacht sitze ich am Computer. Das muss sich doch irgndwann bezahlt machen. Wann ist meine große Zeit endlich gekommen? Das unaufhörliche Hadern und Vergleichen blockiert uns. Verhindert, dass wir in Dankbarkeit wahrnehmen, was schon geschehen ist, was sich bereits entwickelt hat – und dann voller Vertrauen weitergehen.

Besser: dankbar auf das schauen, was schon da ist

Hatte ich vor 4 Monaten schon eine Marke, eine marketing-optimierte Webseite, einen Blog, einen Podcast, einen youtube-Kanal, eine wachsende e-mail-Liste und erste Interessenten bzw. sogar Kunden? Eben!

5. Methode: die Wenn-Dann-Falle

Meine absolute Lieblings-Sabotage-Methode, sie ist die wirkungsvollste, mächtigste und teuflischste von allen. Ich nenne sie die „Wenn-Dann-Falle“. Wenn ich noch eine weitere Ausbildung absolviert habe, dann lege ich los. Wenn ich geeignete Räumlichkeiten gefunden habe, dann werde ich Seminare anbieten. Wenn ich mir einen echten Expertenstatus erarbeitet habe, dann starte ich meine Webseite. Wenn ich meine Berufung gefunden habe, dann fange ich an, Kunden zu gewinnen. Die Wenn-Dann-Liste lässt sich ins Unendliche fortsetzen. Eines vom anderen abhängig zu machen, führt zu gar nichts. Stillstand und Stagnation sind die Folge.

Besser: Ich fange JETZT an, noch bevor alles perfekt ist

Übertriebener Perfektionismus ist ein Bruder der „Wenn-Dann-Falle“. Erst wenn alles bis zum letzten i-Tupfen ausgearbeitet ist, geht es los. Falsch: los geht es genau jetzt. Dann haben die teuflischen Methoden, die zum Scheitern führen, keine Chance mehr.

Eine starke Waffe gegen Selbstsabotage und Scheitern ist Coaching. Gerne begleite ich Dich auf Deinem Weg zum Erfolg.

 

About The Author

Ohrenkaktus

Veronika Pavlicek. Kommunikationsexpertin. Authentizitätscoach. Survival Trainerin für die Seele.

Ohrenkaktus-Kommentare

1 Comment

  • Katharina

    Reply Reply 8. März 2016

    Tolle und sehr authentische Worte! Ich denke auch es ist wichtig das zu schätzen was gerade ist, mit dem Blick (aus den Augenwinkeln) auf das Ziel vor Augen!

    Es ist wichtig ins Handlen zu kommen und und nicht auf den perfekten Zeitpunkt zu warten – sonst blickt man vielleicht einmal zurück auf all das was man nie gewagt hat.

    DANKE für Deine Ehrlichkeit Veronika und das Teilen Deiner Emotionen und Geschichten!

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