„Blendend, danke!“ Glaubst Du alles, was Du siehst?

Danke, mir geht es blendend!

Alles, was wir erleben, beinhaltet eine Lernerfahrung. Vor kurzem musste ich mich wegen eines Hornhautdefekts einer doppelseitigen Augen-OP unterziehen. Heute ist der erste Tag, an dem ich überhaupt wieder einigermaßen fähig bin, zu schreiben. Ich sehe noch nicht scharf, alles ist wie durch Milchglas und ich bin extrem lichtempfindlich. Die ersten zwei Tage musste ich auch im Innenraum Sonnenbrillen tragen. Im Freien bin ich ohne dunkle Shades sogar bei starker Bewölkung geblendet. Das wird für die nächsten drei Monate so bleiben. Dann warten in naher Zukunft glasklare, scharfe Sicht und ein brillen- und kontaktlinsenloses Dasein auf mich. 

„It’s 106 miles to Chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it’s dark… and we’re wearing sunglasses.“

The Blues Brothers

 Blendende Aussichten, verstärkte Akustik

Die Schmerzen halten sich in Grenzen, auch äußerlich ist – bis auf leicht geschwollene Augenlider – nichts zu bemerken. Die Frage, wie ich die OP überstanden habe, kann ich also durchaus mit „Danke, blendend!“ beantworten. Dennoch ist die Seheinschränkung beängstigend. Sie hat mich auch wieder einmal zu meinem Kernthema, dem Zuhören, zurückgeführt. In den ersten Tagen hatte ich die Augen für viele Stunden geschlossen und habe ganz bewusst Musik gehört, anderen beim Sprechen zugehört und Geräusche wahrgenommen, die mir schon länger nicht mehr aufgefallen waren: Hupende Autos, prasselnden Regen, einen tickenden Wecker.

Wenn die Augen nicht wollen, werden unsere anderen Sinne automatisch geschärft, die innere Stimme beginnt dann oft laut zu schreien. Sie wird unüberhörbar – und das ist gut so. Zu verschüttet ist sie oft unter den vielen, vor allem visuellen Reizen, die Tag für Tag auf uns einströmen.

Geblendet! Sind wir das nicht alle?

Die starke Lichtempfindlichkeit, die Notwendigkeit, ständig eine dunkle Sonnenbrille zu tragen, haben meine Gedanken darauf gelenkt, wovon wir uns im Leben blenden lassen. Ganz ohne Augenprobleme. Lässt Du Dich blenden von

  • falschen Propheten und ihren leeren Versprechungen?
  • Illusionen, die viel zu schön und perfekt sind, um wahr zu sein?
  • schnellen Millionen, die – flugs und easy – gemacht werden können?
  • unerreichbaren Schönheitsidealen, ewiger Jugend, Schlankheitswahn?
  • der angeblichen Großartigkeit und den Mega-Erfolgen anderer?

„Somebody shine a light, show me the way,

Take me through the night to the break of day.

Won’t you shine a light so I can see,

Lift up these chains of darkness and set me free.“

The Band

Augen schließen, zuhören und innehalten

Schalte Deinen Sehsinn aus, indem Du einfach für eine Weile die Augen schließt. Lausche in Dich hinein. Erfahre, wie Du Deine innere Stimme immer deutlicher wahrnehmen kannst. Lerne, den Unterschied zwischen Illusion und Vision zu erkennen.

Die Illusion ist das Hirngespinst, das reines Gedankenkonstrukt bleibt und nicht realisierbar ist.

Die Vision ist das Denkbare, das machbar ist und Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden kann.

Wenn Du das erkannt hast und bereit bist, Dich mit Dir und Deiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen, haben Blender bei Dir keine Chance mehr.

Du brauchst Unterstützung dabei? Du wünschst Dir jemanden, der Dich immer wieder bestärkt und Dich auf Deinem Weg begleitet? Der schon ein Stück weiter sieht, vor allem mit dem inneren Auge? Genau dafür habe ich das 8 Wochen Premium Programm „Sei anders, sei Du!“ ins Leben gerufen. Hier kannst Du Dein kostenfreies Strategiegespräch buchen. Ich freue mich auf Dich, wenn Du bereit bist, Dich mit Deiner Persönlichkeit zu beschäftigen und Dich mit Deinen Talenten und Fähigkeiten sichtbar zu machen. Das Ergebnis: Klare Sicht auf umsetzbare Visionen und Du in voller (Kaktus-)Blüte. 

About The Author

Ohrenkaktus

Veronika Pavlicek. Kommunikationsexpertin. Authentizitätscoach. Survival Trainerin für die Seele.

Ohrenkaktus-Kommentare

4 Comments

  • Lydia Wilmsen

    Reply Reply 17. Mai 2017

    Liebe Veronika,

    eine spannende Erfahrung, von der du da berichtest.
    Den Sehsinn abschalten und unsere Wahrnehmung nach innen richten, genau das kann man ja auch gut mit Meditation üben.
    Ich glaube, eine wahnsinnig wichtige Fähigkeit heutzutage, bei dem vielen Eindrücken im Außen, die tagtäglich zunehmen.

    Danke dir für deine Erinnerung nach innen zu lauschen, auf die eigene Vision. <3

    Alles Liebe
    Lydia

    • Ohrenkaktus

      Reply Reply 17. Mai 2017

      Ja, liebe Lydia! Meditation ist ein sehr guter Weg. Ohne „Ablenkungen“ im Außen ist es mir viel leichter gefallen, in mich hinein zu hören. Ich denke aber, das kann man gut üben, auch ohne Augenprobleme haben zu müssen ; )

      Liebe Grüße

      Veronika

  • David Goebel

    Reply Reply 17. Mai 2017

    Hallo Veronika,

    ich kenne ja schon 4 Fragen, die mein Leben umgestaltet haben:
    1. Was würde ich tun, wenn ich nur noch 1 Jahr leben würde?
    2. Wie würde ich leben, wenn ich jedes Jahr vor meinen Schöpfer treten müsste?
    3. Was würde ich tun, wenn ich 50 Millionen Euro hätte?
    4. Was würde ich mir von einer guten Fee wünschen?

    Jetzt habe ich eine 5. gute Frage und dafür danke ich dir:
    5. Was würde ich tun, wenn ein Sinn (Beispiel Sehen) ausfällt?

    SinnSTIFTende Grüße,
    David

    • Ohrenkaktus

      Reply Reply 17. Mai 2017

      Hallo David,

      danke für die wertvolle Ergänzung Deiner Fragen, die wir uns viel öfter stellen sollten. Die Antworten rücken vieles wieder ins rechte Licht. Es freut mich, dass Du durch meine Anregung eine weitere hinzufügen konntest.

      Mit besten Grüßen

      Veronika

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