Das geht doch nicht! – Genau deswegen mache ich es.

„Das kannst Du doch nicht machen!“

Den Satz „Das geht doch nicht“ habe ich in meinem Leben schon so oft gehört, dass er mir schon seltsam vertraut ist. Es gibt verschiedene Variationen davon. Und ich kenne sie alle. Es lohnt sich, hinter die Kulissen dieser „Das geht doch nicht“-Aussagen zu blicken, oft offenbart sich da Interessantes. Schauen wir sie uns nun ein wenig näher an. Ich habe sie um die dazugehörigen sinngemäßen Übersetzungen ergänzt:

Variation 1 – „Das geht doch nicht!“

ÜBERSETZUNG: „Es ist nicht möglich.“

Was machbar und möglich ist, da scheiden sich die Geister. Einige bauen eine innere Barriere auf, die unüberwindbar scheint. Die berühmte „gläserne Decke“ gehört zur selben Verwandtschaft. Andere gehen so weit zu sagen, dass alles, was denkbar ist, auch umsetzbar ist. Soll heißen: zuerst ist es eine Vision in Deinem Kopf und dann werden Deine Gedanken Realität.

„Geh nicht nur glatte Straßen,

geh Wege, die noch niemand ging,

damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.“

Antoine de Saint-Exupéry

Mich hat die Aussicht auf das Unmögliche immer angespornt. Ich habe Gelegenheiten erkannt und Chancen ergriffen, ohne Wahrscheinlichkeitsrechnungen anzustellen. Nur dieser Tatsache habe ich es zu verdanken, dass ich geradezu Unglaubliches erleben durfte. Wie ich – völlig unverhofft – zum Radio gekommen bin, kannst Du hier nachhören.

Variation 2 – „Das macht man nicht!“

ÜBERSETZUNG: „Du bewegst Dich außerhalb der Norm.“

Manche Dinge waren schon immer so und das wird sich wohl auch nicht ändern. Starre Strukturen und Verhaltensregeln, an die sich praktischerweise alle zu halten haben. Weil es eben so ist und weil so alles seine Ordnung hat und schön kontrollierbar bleibt. Wehe, da tanzt jemand aus der Reihe. Was soll das? Was glaubt die denn, wer sie ist? Sich nicht zu fügen, das ist vielen ein Dorn im Auge. Und der schmerzt. Hinter dieser Fassade verbirgt sich große Angst. Was wäre, wenn die Regeln gebrochen würden? Was hätte das für Auswirkungen? Diese Unsicherheit lässt viele seit Jahr und Tag dasselbe tun.

„Die Normalität ist eine gepflasterte Straße, 

man kann gut darauf gehen,

doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“

Vincent van Gogh

Wenn dann jemand kommt, der es wagt, sich über diese Normen hinwegzusetzen, kommen noch weitere starke Emotionen hinzu. Neid, dass dieser Jemand so mutig ist. Und Wut, dass man selbst so etwas vielleicht niemals versuchen wird. 

Variation 3 – „Das tut Dir nicht gut!“

ÜBERSETZUNG: „Ich verstehe nicht, was Du tust.“

Meine Lieblingsvariante: die vorgeschützte Sorge, die einen dazu bewegen soll, etwas nicht zu tun. Warum eigentlich? Weil der andere dann besser schlafen kann? Weil ihm dabei wohler ist, wenn Du nicht tust, was er auch nicht tut? Ehrlicher wäre es zu sagen: „Lass das bleiben!“ Doch das würde eine langwierige „Warum“-Diskussion nach sich ziehen, die man sich so ersparen kann. Mag sein, dass meine Werte andere sind als die desjenigen, der so eine Aussage trifft. Für mich bedeutet es, dass er mein Handeln, meine Intention einfach nicht verstehen kann. Ein Urteil darüber zu fällen, was mir gut tut und was nicht, empfinde ich schlichtweg als Anmaßung. Vor allem dann, wenn es sich um Personen handelt, die mich gar nicht gut genug kennen. Bemerkenswert finde ich auch, dass Menschen, die schon eine lange Wegstrecke mit mir gegangen sind – manche sogar seit der Kindheit – mir nicht vorschreiben wollen, was ich tun und lassen soll. Sie respektieren meine Entscheidungsfreiheit und ich die ihre.

Ich gehe weiter meinen Weg, manchmal stolpere ich, falle und stehe wieder auf. Es gehört dazu und ich nehme es in Kauf, um das zu ergründen, was alles noch vor mir liegt. Auch wenn es ungewiss ist. Meine Geschichte, mit der ich Mut machen und inspirieren möchte, habe ich in ein kostenloses Online-Training gepackt. Hier erzähle ich Dir, wie ich in 6 Monaten meine Marke „Ohrenkaktus“ aufgebaut habe und für Tausende sichtbar geworden bin. Against all odds.

 

About The Author

Ohrenkaktus

Veronika Pavlicek. Kommunikationsexpertin. Authentizitätscoach. Survival Trainerin für die Seele.

Ohrenkaktus-Kommentare

1 Comment

  • Michaela

    Reply Reply 9. November 2016

    Hallo Veronika,

    danke für deinen Blogartikel.
    Vieles von dem, was du schreibst, kommt mir bekannt vor.
    Man kann sich viele Dinge kaputt denken oder von anderen Leuten kaputt reden lassen.
    Daher ist es wirklich wichtig zu wissen: was will ich?
    Und das dann auch umzusetzen, ohne sich von einem „das wird sowieso nichts“ aufhalten zu lassen.

    Danke für deine Ermutigung!

    Liebe Grüße
    Michaela

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