Aufgeben: die schlechteste aller Optionen

Aufgeben

Auch wenn es noch so zäh ist – Aufgeben ist keine Option

Manchmal ist man nahe dran am Aufgeben. Es ist hart. Es ist zäh. Es ist ein Marathon (oder eher ein Triathlon), kein Sprint. Der Weg in die Selbstständigkeit ist kein Raketenstart. Zumindest bei mir nicht. Schneckenlangsam wächst meine e-mail-Liste. Drei Neueintragungen – zwei “Unsubscribes”. Ok, dann sind irgendwann vielleicht wirklich nur mehr “echte” Interessenten meine Newsletter-AbonnentInnen. In Zeitlupe zeigen sich erste zarte Ansätze eines Umsatzes. Minimale Erfolge auf einem langen und oft beschwerlichen Weg in die Freiheit und Unabhängigkeit. Ich bin trotzdem dankbar dafür.

“If you wanna be a star of stage and screen
Look out, it’s rough and mean
It’s a long way to the top if you wanna rock ‘n’ roll”

(AC/DC)

Bin ich denn der Sklave meines Laptops?

Zugegeben: Noch merke ich nicht allzu viel von der großen Freiheit. Mein Blick und meine Aufmerksamkeit sind am Computerbildschirm festgesaugt. So viel ist noch zu tun, so viel zu lernen, so viele Schulungsvideos anzusehen und umzusetzen. Stunden später: Das Gesicht ist fahl, der Nacken verspannt, die Augäpfel scheinen aus dem Kopf zu springen. Manchmal muss ich mich losreissen und die Online-Welt verlassen, damit ich die duftenden Maiglöckchen im Wald, die üppig blühenden Wiesen, das Froschkonzert am Teich nicht versäume. “Computerfrei” – das ist im Moment wie ein Kurzurlaub.  Jeder seriöse Online-Markteter wird wahrheitsgemäß bestätigen, dass ohne Schweiß nichts geht. Sie sind diesen Weg der Schmerzen schon vorausgegangen und haben nur eine Botschaft. “Nicht aufgeben!”

Vielleicht bin ich schon nahe dran?

Niemand kann wissen, ob der Durchbruch kurz bevorsteht. Wer aufgibt, wird es definitiv nie feststellen können. Soll ich wirklich noch einen weiteren Online-Kurs kaufen, ein hochwertiges Mentoring buchen, meine letzten Euros in FB-Werbung investieren? Oder doch rasch mein erstes Geld mit Affiliate Marketing verdienen und so schnell wie möglich erste digitale Produkte entwickeln? Fragen über Fragen und da nagen sie wieder, die Sebstzweifel. Und dann kommt auch noch das Vergleichsmonster vorbei. Andere haben schon dies geschafft, meine KurskollegInnen haben schon das erreicht. Diese Gedanken dürfen sein und sind normal, wenn wir sie möglichst rasch wieder wie Wolken vorbeiziehen lassen.

Der Durchbruch ist hart erarbeitet

Zu all der Mutlosigkeit, die uns manchmal auf unserer schier endlosen Reise befällt, gesellen sich gerne auch noch hartnäckige Glaubenssätze aus unserer Erziehung: “Jeder Cent muss hart verdient werden.” oder “Ohne Fleiß kein Preis.” oder “Das Glück des Tüchtigen.” oder “Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.” oder “Erfolgreich ist, wer auf alles andere im Leben verzichtet.” Klingt alles nicht besonders einladend oder ermutigend. Zeit, unsere eigenen Glaubenssätze zu formulieren bzw. die “alten” einem gehörigen Reframing zu unterziehen. Zu diesem Thema habe ich eine eigene Facebook-Gruppe gegründet, in der wir uns gegenseitig bestärken (für alle, die noch Kapazitäten frei haben, dieser beizutreten).

Selektion und Reduktion gegen den totalen Overload

Natürlich freue ich mich über eine lebendige Community auf Facebook. Das mit der FB-Gruppe erwähne ich deshalb, weil ich es von mir selbst kenne. Das wäre noch interessant, da mag ich noch mit dabei sein. Hier könnte ich noch ein weiteres Profil in den Social Media anlegen. Die Folge: der News-Feed quillt über vor lauter vermeintlich wichtiger Informationen. Ablenkung pur und ein extremer Zeitfresser. Stunden des Tages, die wir sehr gut für den Aufbau unseres eigenen Geschäfts nützen könnten, “fehlen” dann einfach. Das einzige Heilmittel gegen den totalen Overload heißt Selektion. Und damit auch Reduktion. Was nützt mir wirklich? Benötige ich diese Informationen im Moment, oder kann ich einiges davon “auf Eis” legen? Habe ich tatsächlich das Gefühl, überall dabei sein zu müssen? (Das ist nur eine weitere Variante von “nicht (gut) genug sein”. Keine Frage: Vernetzung und Information sind wichtige Faktoren für unseren Online-Erfolg. Dennoch gilt hier mit Maß und Ziel auszuwählen. Vom eigenen Weg abkommen und aufgeben? Ist nicht!

Never ever give up – never!

Wer Schwierigkeiten hat, sich auf die wesentlichen Schritte auf seinem Weg zu konzentrieren, kann dies mit Coaching beschleunigen. Ich bin eine Expertin für die Reduktion auf das Wesentliche und – ich gebe nicht auf, niemals!

 

 

About The Author

Ohrenkaktus

Veronika Pavlicek. Innere Stärke. Stabilität. Unkaputtbarkeit. Krisenkompetenz. Counseling. Mentoring. Walk & Talk. Radio Voice. Expertin für den Zusammenhang zwischen Stimme und Seele.

Ohrenkaktus-Kommentare

1 Comment

  • Lydia

    Reply Reply 11. Mai 2016

    Hi Veronika,

    wo wir ja schon dasselbe Header-Bildchen verwendet haben, gleich noch einen Kommentar zu deinem Artikel ;)
    Auch ich finde deinen Beitrag in all seiner Ehrlichkeit und Offenheit super wertvoll! Und genau, man kann nicht wissen, ob der “Durchbruch” kurz bevor steht, wenn man nicht durchhält. Meinem Gefühl nach ist diese Welt voll von Menschen, die zu früh aufgeben. In dieser beschleunigten Zeit gilt vielen “instant gratification” als oberstes Lebensmotto. Und so funktioniert unsere Welt halt einfach nicht!
    Wenn ich meine Vision klar und deutlich vor Augen habe und in meinem Körper spüre, dann können auch Durststrecken oder geballte Herausforderungen (siehe mein Artikel) mich nicht mehr so stark aus meiner Mitte bringen.
    Wenn du weißt, dass du deiner Vision folgst, deinem Herzen, dann ist es vollkommen egal, wieviel Menschen sich in den NL eintragen etc. Weil du deinem inneren Brennen folgst! Und wenn es dir vollkommen egal ist, dann kommen sie auf einmal alle :)

    Liebe Grüße
    Lydia

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